Die Klasse 7.3 erkundete am 8. Mai jüdisches Leben in Hörde. „Jeder kennt Stolpersteine – hat sie schon mal gesehen oder davon gehört", sagt Patricia aus der Klasse 7.3.
Aber was steckt eigentlich hinter diesen kleinen Messingtafeln im Boden? Genau das haben die Siebtklässler am Projekttag, dem 8. Mai, hautnah erlebt: mit einem Rundgang durch Hörde, der Geschichte lebendig gemacht hat.
Stolpern und innehalten – aber warum? Stolpersteine erinnern an Menschen, die im Nationalsozialismus verfolgt, deportiert und ermordet wurden. Wer einen Stein liest, verneigt sich – symbolisch vor dem Menschen, dessen Name dort steht. Dean bringt es auf den Punkt: „Wenn der Name vergessen wird, werden die Menschen vergessen." Ein einfacher Satz, der alles sagt.
Geschichte direkt vor der Haustür
Der Weg führte die Klasse u.a. zum Mahnmal am Friedrich-Ebert-Platz und an Orte, die auf den ersten Blick ganz normal wirken – z.B. eine Bäckerei in der Hörder Innenstadt, vor der ein Stolperstein liegt. Doch hinter vielen Fassaden in Hörde verbergen sich frühere Schicksale echter Menschen. Safa war überrascht: „Ich lebe in Hörde und wusste nicht, dass es in der Nähe des Phönix-Gymnasiums damals einen jüdischen Friedhof gab."
Warum solche Projekttage so wichtig sind
Was Hitler und das NS-Regime getan haben – Millionen Juden wurden in Konzentrationslager deportiert, vergast und auf brutalste Weise ermordet – darf niemals in Vergessenheit geraten. Und es darf sich niemals wiederholen. Projekttage wie dieser helfen, genau das sicherzustellen: Sie holen die Geschichte aus dem Schulbuch und machen sie greifbar, real, persönlich. Viele aus der Klasse sagten nach dem Rundgang, dass sie viel Neues gelernt haben und nun bewusster durch Hörde laufen.
Geschichte passiert nicht nur im Unterricht – manchmal liegt sie direkt unter unseren Füßen.
Autor: Bilal Ballout (Klasse 7.3)



