Handschuhe an, Picker bereit, Müllsäcke raus – und los! Letzte Woche Donnerstag und Freitag haben die Klassen 7.3 und 7.6 im Rahmen des EDG-Projekts „Clean Up“ bewiesen, dass man auch als Schüler:in richtig etwas bewegen kann. Ihr Einsatzgebiet: der Schulhof der 7. Klassen und die Strohnstraße. Ihr Auftrag: Müll sammeln. Ihr Ergebnis: beeindruckend – und erschreckend zugleich.
Was zum Teufel liegt da alles rum?
Kurz gesagt: mehr als erwartet. Auf dem Schulhof kamen Glasflaschen, CDs, Stifte und jede Menge Süßigkeitenverpackungen zum Vorschein. In der Strohnstraße erzählten die Funde eine deutliche Geschichte: Wer seine McDonald’s-Verpackungen nach dem Essen einfach fallen lässt, statt sie in den Mülleimer zu werfen, hinterlässt Spuren. In manchem Gebüsch schlummerten Hinterlassenschaften, die augenscheinlich schon seit Jahren dort lagen. So lange, dass sie bereits mit den Wurzeln der Bäume und Büsche verwachsen waren – unentfernbar. An einigen Stellen wuchs unter Plastikfolien gar kein Gras mehr.
Die Schüler sprechen – und haben etwas Wichtiges zu sagen
Schülerin Lisa brachte es auf den Punkt: „Es gab viel mehr Müll als gedacht. Lebensmittelverpackungen lagen einfach auf dem Boden – obwohl Mülleimer direkt daneben standen.“ Für sie war das Projekt mehr als nur Müllsammeln: „Ich habe vorher gar nicht wirklich darauf geachtet, wie ernst das ist. Jetzt sehe ich, wie schnell sich Müll in der Natur ausbreitet – und wie lange er einfach liegen bleibt, weil ihn niemand aufhebt.“
Ihr Fazit trifft ins Schwarze: „Kleine Dinge haben große Wirkungen auf die Umwelt – und somit auch auf unser Leben.“ Sie hat recht: Eine sauberere Stadt bedeutet weniger leidende Tiere, weniger Gesundheitsrisiken – und ganz ehrlich, einfach ein besseres Gefühl, wenn man morgens zur Schule läuft. Mitschüler Paolo ergänzt mit einem Schmunzeln: „Auch wenn das Müllsammeln anstrengend war – es hat Spaß gemacht. Und es ist wichtig. Punkt.“
Deine Schule. Deine Stadt. Deine Verantwortung.
„Clean up“ hat unseren Schüler:innen eines klargemacht: Wer einmal selbst mit dem Müllsack durch die Straßen gezogen ist, schaut danach anders auf die Süßigkeitsverpackung, die achtlos auf den Boden fällt. Vielleicht hebt man sie dann einfach auf.
Riesiges Lob an die Klassen 7.3 und 7.6 – ihr habt Dortmund ein kleines Stück sauberer gemacht.






