Gemeinsam gründen: Schüler:innen starten Genossenschaft „Together Works“

Mit der feierlichen Gründung der Schüler:innengenossenschaft Together Works haben Schüler:innen heute Morgen einen wichtigen Schritt in die Welt des wirtschaftlichen Handelns gemacht – demokratisch, eigenverantwortlich und mit echten Geschäftsideen.

„Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“ Friedrich Wilhelm Raiffeisen, Gründervater der Genossenschaftsbewegung

Ein Gedanke, der am Morgen des 28. Aprils 2026 Wirklichkeit wurde: Die Schüler:innengenossenschaft Together Works wurde offiziell gegründet. Feierlich eröffnet wurde die Veranstaltung von Schüler:innen Naoual und Abdisalam des 10. Jahrgangs, bevor der Schüler Utku des 9. Jahrgangs die Moderation übernahm – ein klares Signal dafür, wem diese Genossenschaft gehört: den Schüler:innen selbst.

Grußworte zu Beginn richteten Schulleiterin Frau Roska-Hofmann, Herr Poremba als Vertreter der Volksbank Dortmund sowie der Landeskoordinator für Schüler:innengenossenschaften in NRW des Genoverbands Herr Becker an die Anwesenden. Sie alle unterstrichen die Bedeutung des Projekts als Brücke zwischen schulischem Lernen und wirtschaftlicher Realität.

Eine Dachorganisation für viele Ideen

Together Works soll künftig als Dachorganisation für die vielfältigen Geschäftsideen fungieren, die im Rahmen des Ergänzungsstundenbandes in den Jahrgängen 9 und 10 entwickelt werden. Statt einzelner, voneinander isolierter Projekte entsteht so ein gemeinsamer organisatorischer Rahmen, der den Schüler:innen ermöglicht, ihre Ideen professionell umzusetzen und weiterzuentwickeln.

Lernen, das wirklich zählt

Schüler:innengenossenschaften bieten eine Lernform, die weit über den klassischen Unterricht hinausgeht. Anstatt wirtschaftliche Zusammenhänge nur theoretisch zu begreifen, erleben die Jugendlichen sie unmittelbar: Sie tragen Verantwortung, treffen echte Entscheidungen und spüren die Konsequenzen ihres Handelns – unter realen Bedingungen. Dieses erfahrungsbasierte Lernen fördert Selbstorganisation und eigenständiges Arbeiten auf eine Weise, die kein Lehrbuch ersetzen kann.

Gleichzeitig vermittelt die Genossenschaft grundlegendes wirtschaftliches Wissen – von der Buchführung über Kalkulation bis hin zu Marketing und Kundengewinnung. All das geschieht nicht im Schonraum simulierter Übungen, sondern im echten wirtschaftlichen Alltag mit realen Budgets, echten Kund:innen und tatsächlichem Erfolgs- wie Misserfolgsrisiko.

Demokratie als Grundprinzip

Was „Together Works“ von einem gewöhnlichen Unternehmen unterscheidet, steckt bereits in seiner Struktur: Eine Genossenschaft kennt keine Eigentümer:innen an der Spitze. Sie gehört allen Mitgliedern gleichermaßen – und jede Stimme zählt, unabhängig davon, wie viel jemand eingebracht hat. Gewinne werden geteilt, Entscheidungen gemeinsam getroffen, Verantwortung auf viele Schultern verteilt.

Dass das keine leere Struktur ist, zeigt sich daran, wie die Schüler:innen diese Verantwortung annehmen. Vorstandsmitglied Utku bringt es auf den Punkt: „Ich möchte gerne innerhalb der Genossenschaft mehr Verantwortung übernehmen. Und ich denke, dass ich die Genossenschaft gut repräsentieren kann.“

Genau das ist der Kern dieses Lernmodells: Die Schüler:innen erleben demokratische Mitbestimmung nicht als Theorie, sondern als gelebte Praxis – mit echten Rollen, echten Entscheidungen und echter Wirkung. Solidarität, Eigenverantwortung und gemeinschaftliches Handeln sind dabei keine Schlagworte, sondern Arbeitsprinzipien.

„Together Works“ steht damit nicht nur für eine Genossenschaft – es steht für ein Lernprinzip: gemeinsam, eigenverantwortlich und mit echtem Anspruch an die eigene Arbeit.

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